Samstag, 15.10.: Bragi ist arbeiten, Passi verschwindet, als ich ihn und Krati und Gosi Vormittags rauslasse, komme erst kurz nach dem Mittagessen dazu, ihn zu suchen (Kind und Kegel im Auto verstaut) und finde ihn schliesslich nicht irgendwo zwischen den Schafen auf den Weiden, sondern in meinem Huehnerstall. Alle Huehner im Schockzustand und alle zerfleddert, teilweise bis aufs Blut, nach Verarbeitung des Schocks sind alle dann am naechsten bzw uebernaechsten Tag wieder soweit in Ordnung.
Sonntag, 16.10.: Krati greift ein Auto an und landet darunter. Bragi hat es aus dem Fenster heraus mitverfolgt, Krati liess sich aber nicht mehr stoppen. Das Auto faehrt richtig ueber ihn rueber, es huepft richtig, vermutlich ueberrollt ihn auch noch der Anhaenger, Bragi geht auf den Boden, um seine Waffe zu holen, ihn zu erlösen - eigentlich ist er sich aber sicher, dass sein Freund schon tot ist, ich renne gleich aus dem Haus, um nach Krati zu sehen, Schwiegerpapa guckt auf die Kinder, wie durch ein Wunder lebt Krati und laeuft auch noch herum (erst fort mit Gosi aber auf Zurufen kommt er zögerlich), rechtseitig leicht lahm und im Körper irgendwie gebogen, er bluetet leicht am Maul, sicher hat er innere Verletzungen, denken wir, aber er winselt nicht, hat Schnittverletzungen, besonders am rechten Hinterbein, nach genauerer Sichtung und nachdem Krati seine Wunden geleckt hat, sieht man, die Wunde am Sprunggelenk geht bis auf den Knochen, blutet aber fast gar nicht, desinfiziert, verbunden, Penicillin gespritzt und ein wenig Homöopathie bringen ihn ueber die Nacht, Ausscheidungen am naechsten Tag beobachtet (wegen innerer Verletzungen) scheint alles ok zu sein, Hund ist schief und lahm - sicher ist sein ganzer Körper geprellt... wir geben weiter Penicillin, Wunde sieht gut aus beim Verbandwechsel heute, Hund frisst und saeuft und geht nur zum nötigsten Geschaeft hinaus, Stillliegen kann er - Beinbruch im letzten Jahr "sei Dank" :-( Das Ganze grenzt an ein Wunder - hoffentlich geht es weiter bergauf mit ihm und er erholt sich!!! Hatte wohl mindestens einen Schutzengel, unser Krati!
Dienstag, 18.10.: Schneesturm in der letzten Nacht und auch noch am Nachmittag, ich muss unseren Gang zu den Huehnern abbrechen, weil es mir fast den Kinderwagen aus den Haenden reisst, Bragi geht also am spaeten Nachmittag zu ihnen, nachdem der Sturm sich gelegt hat: Es gibt nur eine Ueberlebende. Ein
Mink hat alle anderen Huehner, Toppa, Ludmilla, unser Kueken von diesem Jahr und den Hahn Yuessi getötet. :-( ....
Das ueberlebende Huhn Ofeig (die Ueberlebende) werden wir bei meiner Freundin Gunna unterbringen, wenn die Strassen ok sind, gleich Morgen. Derzeit sitzt sie noch ganz geschockt in einer kleinen Kiste in unserer Waschkueche.... Der Nerz kommt sicher wieder in dieser Nacht... :-( Es ist so leer im Stall ohne die Huehner- ich muss die ganze Zeit daran denken, wieviel Angst sie gehabt haben muessen :-( ....
Ich hoffe, die Pechstraehne ist nun vorbei. Hoffentlich erholt Krati sich wieder und Ofeig lebt sich hoffentlich gut bei Gunnas Huehnern ein.