Und Kata, die ihn kaufen wollte... Und Kaja, die ihn mit hochgepaeppelt hat?
Mein Herz ist so schwer.
Mehr tot als lebendig fand ich ihn kurz nach seiner Geburt Mitte Mai bei seiner Mutter Krulla und seiner gescheckten Schwester. Er konnte nicht aufstehen, war schlapp und halb leblos. Mit Flasche und viel Geduld wurde er ein fröhliches und zahmes Flaschenlamm. Oft ging er mit uns spazieren. Auch sein schlappes Hinterbein wurde immer besser...
Heute so um 21 Uhr haben Jódís und ich ihm und den 2 anderen Laemmern noch die Abendflaeschchen gebracht. Und er war fit wie immer. Hat gierig getrunken und ist dann mit den andern abgezogen. Um ca. 22 Uhr nach Jódís´Bad sehe ich ihn alleine draussen liegen und denke noch, dass es seltsam ist, dass er nicht bei den anderen ist aber ich dachte, er schliefe fest und die anderen haetten sich derweil nur nach anderen Futterplaetzen umgesehen....
Nach Mitternacht, als ich den Fernseher ausmachen will, sehe ich, dass er immer noch unveraendert dort liegt und beginne zu ahnen...
Renne aus dem Haus und finde ihn tot und schon steiff.
Augen offen. Aufgeblaeht... tot.
Habe geweint und seine Augen zugemacht. Ihn mitgenommen in den Kuhstall. Eine Milchpulvertuete ueber ihn gelegt....
Morgen muss ich ihn begraben.
Kann es noch gar nicht fassen.
Habe noch ein paar letzte Fotos gemacht so um 19 Uhr herum. Wir hatten ihn und die anderen Flaschenlaemmer mit Muettern umgeweidet auf die Wiese zwischen den Wohnhaeusern und Jódís hatte sich so gefreut, sie zu streicheln, dort am Gartenzaun. Sie lief ohne Schuhe zu ihnen durch das nasse Gras und streichelte sie:
Das letzte Foto von ihm. Unfassbar!:
Und wenn du dich getröstet hast,
wirst du froh sein,
mich gekannt zu haben.
Du wirst immer mein Freund sein.
Du wirst dich daran erinnern,
wie gern du mit mir gelacht hast.
Antoine de Saint-Exupéry
Hinzu kommt, dass wir auch unser "behindertes" Flaschenlamm vor 2 Tagen töten mussten. Es hatte steiffe Vorderbeine und musste sozusagen immer auf den Knien herumrutschen. Ein Knie war dick geschwollen mit zunehmenden Gewicht wurde es immer schlimmer. Daher haben wir uns schweren Herzens dazu entschlossen. Dieser kleine Bock war echt ein Held in meinen Augen. So lebensfroh und tuechtig.
Freud´und Leid liegen oft so dicht beieinander.... Man darf die vielen gesunden Laemmer, die geboren wurden und sich nun im Hochland tummeln nicht vergessen!
James und den kleinen Helden werden wir aber auch nicht vergessen!
Jódís wird ihn Morgen sicher suchen, wenn er nicht zum Trinken kommt.... :-( Was sag ich ihr nur?
Zu Jódís' grosser Freude (wenn sie hier auch etwas, naja nennen wir es mal konzentriert, dreinschaut). Mit ihre ersten Worte nach dem Erwachen Morgens sind neben 'skýr' (eine Art Joghurt/Quark, den sie Morgens immer fruehstueckt) 'naemmer' (Laemmer) und 'Meech' (Milch) :-) :
Sir James 307 (insbesondere fuer Kaja und Kata):
Anja, ENDLICH passt diese suesse Jacke von Marie!!!
Ich schrieb ja bereits, dass Bragi und Jódís sich ein nettes Wochenende zusammen gemacht haben, waehrend Kata und ich durch die Weltgeschichte ritten. Gerade fand ich aber ueberraschender Weise auch noch Fotos davon auf meiner Speicherkarte! Bragi ist also sogar einmal dazu gekommen, seinem Hobby, dem Fotografieren, zu frönen!!! *staun*
Hier ein paar Einblicke:
Sie waren mit dem Gelaendewagen im Hochland unterwegs und haben nach Schafen Ausschau gehalten und die Waechter "Varðar" besucht:
"Ssslalom, Baby, Ssslalom!"
Die Wetterfrisur:
Sommerwetter!
Mit Takki und Steinchen durch den neuen Gartenzaun hindurch spielen!:
Den Staudamm besuchen und ueberfahren:
Vom Damm herunter schauen *grusel*:
Auf dem Damm stehen:
Und tolle Schafbilder machen!!!:
Da könnte man die Zwei doch glatt öfter zusammen "losschicken" *grins*
Von Samstag auf Sonntag! Bragi hat sich ein schönes Wochenende mit seiner Tochter gemacht und Kata und ich konnten so beide und zusammen mit 8 weiteren Reitern und insgesamt ca. 20 Pferden reiten! 60 km an 2 Tagen. Nun sind wir gluecklich aber muede :-)
Morgen tritt Kata leider auch schon wieder ihre Heimreise an! Wir hatten eine seeehr schöne Zeit zusammen und sehen uns sicher bald wieder :-)
Kata hat heute den grösseren Teil und die erste Etappe unserer Reitreise uebernommen. 16 km sind die Vier zusammen gewandert!
Weil ich mich nicht entscheiden konnte, kommen hier ein paar aehnliche Augenblicke, kurz vor dem Reiterwechsel:
Ja und weil diese kleine Dame so unkompliziert und brav ist, habe wir nun schon ein gutes Stueck des Weges geschafft! :-) Danke beste kleine Jódís!!!
Von Hofteigur aus haben Rebbi, Vin und Kjói das Gunna-Taxi bis Blöndugerði genommen. Es waren noch genau 3 Plaetze frei ;-) Morgen geht es dann von dort aus nach Húsey in die Jugendherberge am Meer!
.... ist unser heutiger Ritt. Auch Jódís' Streik, den Mittagsschlaf anzutreten, hat dazu beigetragen aber nachdem es dann wirklich Bindfaeden regnete, waren wir ihr doch dankbar! Statt dessen haben wir Klaustursel unsicher gemacht. Dort gibt es einen kleinen Zoo mit islaendischen Tieren darunter derzeit 2 Rentierkaelber! Flaschenkaelber - ganz suess. Kata bloggt nachher sicher noch ihre Fotos von ihnen!
Morgen ist fuer Nachmittags bestes Wetter vorausgesagt. Da wollen wir unsere Reitreise fortsetzen! Drueckt uns die Daumen, dass alles klappt!
Die Fotos habe ich am 17. Juni gemacht, als wir nach Vopnafjörður zu Bragis Bruder gefahren sind aber das Wetter heute war aehnlich! Wenn ihr die Fotos einzeln anklickt, wirken sie grösser angezeigt viel schöner. Da sieht man dann erst, wie winzig die Haeuser/Tiere sind, im Gegensatz zu den Bergen! Aus dieser Gegend stammt Bragis Papa Böggi:
Pferde auf Bakkagerði:
Im Vesturárdalur bei Vopnafjörður:
Im Böðvarsdalur kurz hinter der Hellisheiði:
Ketilsstaðir/Hlíð, das ist der Hof, von dem Bragis Papa Björgvin stammt und auf dem sein Bruder immer noch lebt: